Miriam Bohnenkämper und Or Shachar (Produktdesign)
Miriam Bohnenkämper wurde 1990 in Brilon in Nordrhein-Westfalen geboren. Sie studierte Industriedesign an der Hochschule Pforzheim und an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Während ihres Bachelorstudiums spezialisierte sie sich auf Spielzeugdesign, ihre Abschlussarbeit schrieb sie in Zusammenarbeit mit der Margarete Steiff GmbH. Anschließend absolvierte sie ein Masterstudium in Design und Innovation an der Goldsmiths University in London. Ihre Arbeiten wurden bereits auf dem Salone del Mobile in Mailand und dem London Design Festival ausgestellt. Aktuell arbeitet sie als Produktmanagerin bei der Spiegelburg.


Or Shachar wurde 1988 in Ramat-David in Israel geboren und lebt in Jerusalem. Er studierte Industriedesign an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem und an der Folkwang Universität in Essen. Nach seinem Bachelorabschluss arbeitete er als Produkt- und Vehikeldesigner für das Loubaton Product Design Studio und war als freiberuflicher Designer tätig. Im Herbst 2017 wird Or Shachar sein Masterstudium in Intelligent Mobility am Royal College of Art in London beginnen.

Projekt
Miriam Bohnenkämper und Or Shachar entwickelten ein Konzept für ein intelligentes Kissen für Menschen mit tonisch-klonischer Epilepsie. Ziel des Projekts war die Erkennung von Anfällen und die Vorbeugung gegen den sogenannten „SUDEP“ (engl. sudden unexpected death in epilepsy, d.h. plötzliche, unerwartete Todesfälle bei Epilepsiepatienten) im Schlaf.
Das Kissen nutzt verschiedene Sensoren, um Anfälle und deren Anzeichen zu erkennen. Diese benachrichtigen über eine App eine Vertrauensperson und lösen ein Signal im Raum aus. Um eine Erstickungsgefahr zu vermeiden, ist das Kissen mit Abstandsgewirke gefüllt. Zusätzliche selbstaufblasende Bereiche schützen den Kopf. 
Die Form des Kissens wurde gewählt, da dieses flexibel ist, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und nicht als Fremdkörper wahrgenommen wird. Besonders geeignet ist die Anwendung bei Kindern.


Miriam Bohnenkämper and Or Shachar (product design)
Miriam Bohnenkämper was born in 1990 in Brilon and lives in London. She studied industrial design in Pforzheim at the Faculty of Design and also at the Bezalel Academy for Art & Design. Furthermore, she has a master's degree in design and innovation from Goldsmiths University, London. She specialized in toy and product design. Her products have already been exhibited at the Milan Furniture Fair and the London Design Festival.

Or Shachar was born in Ramat-David in Israel in 1988 and lives in Jerusalem. He studied industrial design at the Bezalel Academy for Art & Design and the Folkwang University in Essen. After his bachelor's degree he worked as a transport and industrial designer. Furthermore he teaches design sketching techniques at a preparatory school for academic studies.


 


 

Scholarship Holders 2017:


Mathilde Humbert (Modedesign)
Mathilde Humbert wurde 1993 geboren und wuchs in den französischen Alpen auf. Sie lebt in Saint-Aupre in Frankreich. 2016 schloss sie, nach einem Austauschsemester in San Francisco, ihr Bachelorstudium in Modedesign an der Geneva School of Art and Design (HEAD) in der Schweiz ab. Sie absolvierte mehrere Praktika, unter anderem bei Malhia Kent in Paris und Gauntlett-Cheng in New York. Zuletzt präsentierte sie ihre Arbeiten bei der „Mode Suisse“ in Zürich.

Projekt
Mathilde Humbert beschäftigt sich in ihrem Projekt "Mask off" mit zwischenmenschlichen Begegnungen und den Fragen: Was wäre, wenn alle Begegnungen mit anderen Menschen auf dir, auf deiner Kleidung sichtbar würden? Wer sind die Menschen, die dich beeinflussen? Ihre Kleidungsstücke sind dabei wie ein Spiegel ihrer eigenen Gedanken und Begegnungen: Die surrealen Drucke stellen Begegnungen mit Verwandten, Bekannten oder ausgedachten Personen dar. Sie sind entweder sehr farbenfroh oder schwarz-weiß und verstörend. Zusammen mit der Form - übertriebene Längen, große Kapuzen, die den ganzen Körper bedecken - drücken die Kleider so eine Ambivalenz der Gefühle aus: Auf der einen Seite eine große Offenheit, mit der wir manchen Menschen begegnen, auf der anderen Seite die Verschlossenheit gegenüber anderen Personen.


Mathilde Humbert (Fashion Design)
Mathilde Humbert was born in 1993 and grew up in the French Alps. She lives in Saint-Aupre, France. Already in 2011 she obtained the Bachelor of Applied Arts at the Marie Curie College in Échirolles. In 2016, she graduated from the Geneva School of Art and Design (HEAD) in Switzerland, after an exchange semester in San Francisco. She was recently invited by "Mode Suisse" to introduce her collections, which had been designed up to then.


 


 


 


 

Elwy Schutten (Schmuckdesign)
Elwy Schutten wurde 1990 in Winterswijk in den Niederlanden geboren und lebt in Maastricht. 2011 schloss sie ihre Goldschmiedeausbildung an der Berufsschule Schoonhoven ab und absolvierte anschließend einen zweijährigen Schmuckdesign Kurs an der Willem de Kooning Kunstakademie in Rotterdam. Von 2013 bis 2016 studierte sie Schmuckdesign an der Maastricht Academy of Fine Arts & Design, ihren Bachelor bestand sie mit Auszeichnung. Während ihres Studiums absolvierte sie ein Praktikum bei der Schmuckdesignerin Jasmin Matzakow. 2016 wurde Elwy Schutten für den Henriëtte Hustinx Preis nominiert. Ihre Arbeiten stellte sie zuletzt bei der Dutch Design Week in Eindhoven, bei der Ausstellung  „40 years Gallery Ra“ und der Munich Jewellery Week aus.

Projekt
Lernen wir jemand Neues kennen, wissen wir automatisch, wie wir uns verhalten sollen – durch unsere Kultur wurde uns das vermittelt. Die Kultur lehrt uns, was wir tun und wie wir uns fühlen sollten. Sie gibt uns Gewissheit in unsicheren Situationen. Elwy Schutten fragt in ihrer Kollektion: Kann auch ein Schmuckstück dies vermitteln? 
In den Schmuckstücken einer Kultur lassen sich typische Motive finden, die Geschichten, Gefühle und Verhaltensweisen transportieren. Elwy Schutten verwendet Motive von ehemaligen Pforzheimer Schmuckproduzenten, um mit dem Fallhammer Muster auf Metallbleche zu prägen, die sie mit Speckstein kombiniert. Diese beiden Materialen stellen zwei Schichten unserer Identität dar. Mit ihren Schmuckstücken fragt die Designerin: Wie verhalten sich diese Schichten zueinander? Und wie beeinflusst die Kultur unsere Identität?


Elwy Schutten (Jewelry Design)
Elwy Schutten was born in 1990 in Winterswijk in the Netherlands and lives in Maastricht. In 2011, she completed her goldsmith training at the Schoonhoven vocational school and then studied jewelry design at the Maastricht Academy of Fine Arts. During this time she worked as a trainee for the well-known jewelry designer Jasmin Matzakow. In 2016 she received the "Encouragemet prize Thesis" from "Art Thesis Zuyd", in total she was nominated for 2 more prizes.


 


 


 

Scholarship Holders 2016:


Elke Fiebig (Modedesign)
wurde 1986 in Zwenkau geboren und lebt in Berlin. Elke Fiebig studierte Modedesign an der Weißensee Kunsthochschule Berlin sowie an der Designskolen Kolding, Dänemark, und schloss ihr Studium 2013 mit einem Diplom ab. 2014 war sie Meisterschülerin bei Prof. Clara Leskovar und Prof. Doreen Schulz an der Weißensee Kunsthochschule Berlin; 2015 erhielt sie das Elsa-Neumann-Stipendium der Stadt Berlin zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Die Modedesignerin hat sich der Slow-Fashion-Philosophie verschrieben und gründete 2014 ihr eigenes Label STILL garments.

Projekt
Elke Fiebig entwickelte und produzierte eine kleine, konzentrierte „Capsule Wardrobe“. Die Elemente der Kollektion sind multipel tragbar und kombinierbar. Die Modedesignerin Elke Fiebig hat sich der Slow-Fashion-Philosophie verschrieben und berücksichtigt in ihrer Arbeit möglichst viele Aspekte nachhaltiger Mode – dazu zählen soziale Aspekte in der Herstellung, eine aufmerksame Wahl der Ressourcen, materialschonende Schnittkonstruktionen sowie der Lebenszyklus der Kleidungsstücke. Die Kollektion „wardrobe essentials“ ist aus Zero-Waste-Schnitten entstanden. Eigens hierfür hat die Modedesignerin Druck- und Textilmaltechniken entwickelt, die sie mit natürlichen Farbpigmenten umgesetzt hat. 


Elke Fiebig (Fashion design)
Elke Fiebig was born in 1986 in Zwenkau and today lives in Berlin. She studied fashion design at the Weißensee School of Art in Berlin and at Designskolen Kolding, Denmark and concluded her studies in 2013 with a diploma. In 2014 she was a master student of Prof. Clara Leskovar and Prof. Doreen Schulz at the Weißensee School of Art in Berlin and in 2015 she received the Elsa-Neumann scholarship of the city of Berlin for the promotion of new talent in the arts. The fashion designer is a follower of the slow fashion philosophy and in 2014 founded her own label with "STILL garments".


Project
Elke Fiebig developed and produced a small, concentrated "Capsule Wardrobe". The elements of the collection can be multiply worn and combined. The fashion designer Elke Fiebig is a follower of the slow fashion philosophy and in her work considers as many aspects as possible to create sustainable fashion which includes social considerations in the manufacturing process, a careful choice of resources, cutting designs to conserve material and the lifecycle of the garments. The collection "wardrobe essentials" is created using a zero-waste cutting process. For this purpose the fashion designer developed printing and textile painting techniques which she implemented with natural colouring pigments.


 

Carolina Rebelo Schneider (Produktdesign)
wurde in Rio de Janeiro, Brasilien, geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Produktdesign an der Universidade Federal do Rio de Janeiro, Brasilien, und an der Hochschule Anhalt in Dessau und machte 2010 ihren Bachelorabschluss. Es folgte ein Masterstudium in Industrial and Strategic Design an der Aalto University in Helsinki, Finnland, welches sie 2015 mit einem Master abschloss. Carolina Rebelo Schneider arbeitete bereits in etlichen Ländern, zum Beispiel bei Jacob Jensen Design in Hoejslev, Dänemark, bei Fullpack in Rio de Janeiro, Brasilien, und als Freelance Designer in Helsinki, Finnland. 

Projekt
Carolina Rebelo Schneider entwickelte einen neuartigen Gehstock mit Sitz für Senioren. Die Nutzung eines Gehstocks ist rückläufig, da die Zielgruppe der Senioren heutzutage größtenteils Rollatoren verwendet. Die auf dem Markt vorhandenen Gehstöcke mit Sitz entsprechen oft nicht den emotionalen Bedürfnissen der Nutzer – sie sehen altmodisch und medizinisch aus. Entstanden ist daher ein Gehstock mit Sitz, der ästhetisch anspricht, nicht stigmatisiert und ein gern genutzter Alltagsbegleiter ist. 


Carolina Rebelo Schneider (Product design)
Carolina Rebelo Schneider was born in Rio de Janeiro, Brazil and is now living in Berlin. She studied product design at the Federal University of Rio de Janeiro, Brazil and at the Anhalt university of applied sciences in Dessau and completed her studies with a bachelor's degree in 2010. She then took a master's degree in industrial and strategic design at the Aalto university in Helsinki, Finland which she concluded in 2015. Carolina Rebelo Schneider has already worked in a number of countries, e.g. at Jacob Jensen Design in Hoejslev, Denmark, at Fullpack in Rio de Janeiro, Brazil and as a freelance designer in Helsinki, Finland. 


Project
Carolina Rebelo Schneider developed a new type of walking stick with a seat for senior citizens. The use of walking sticks is on the decrease because the target group of senior citizens nowadays mainly use walker frames. The walking sticks currently available on the market often do not meet the emotional requirements of the user and they look old-fashioned and of a medical nature. The walking stick created is therefore a walking stick with a seat which is aesthetically pleasing, does not stigmatise and is an item which is well-liked in the daily routine.


 

Vera Stassen (Schmuckdesign)
wurde 1986 in Essen geboren und lebt in Krefeld. Vera Stassen absolvierte eine Ausbildung zur Goldschmiedin in Kevelaer und studierte im Anschluss daran Produktdesign an der Hochschule Niederrhein in Krefeld und an der Aalto University in Helsinki, Finnland. Darüber hinaus besuchte sie externe Kurse an der Fachhochschule Düsseldorf, der Folkwang Universität der Künste Essen und der Köln International School of Design. Seit 2012 erhält Vera Stassen ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.


Projekt
Vera Stassen verarbeitete eine von ihr entwickelte silizierte Steinkohle zu Schmuck. Vorausgegangen ist eine umfassende Materialstudie, in der sich die Schmuckdesignerin mit der Verbindung des Rohstoffs Kohle mit Silicium, einer bislang nur in der Industrie angewendeten Technik, auseinandergesetzt hat. Durch die Bearbeitung erhält die Steinkohle Beständigkeit und eine ästhetisch reizvolle Oberflächenbeschaffenheit. Die Silizierung verleiht der Steinkohle ein festes Gefüge, das ursprünglich brüchige und schwärzende Gestein erhält die Eigenschaften eines Edelsteins und wird tragbar.


Vera Stassen (Jewellery design)
Vera Stassen was born in 1986 in Essen, Germany and lives in Krefeld. She completed her apprenticeship to become a goldsmith in Kevelaer and afterwards studied product design at the Niederrhein university of applied sciences in Krefeld and at the Aalto university in Helsinki, Finland. Furthermore, she attended external courses at the Düsseldorf university of applied sciences, the Folkwang university of the arts in Essen and the Cologne International School of Design. Since 2012 Vera Stassen has had a scholarship from the German academic scholarship foundation.


Project
Vera Stassen transformed siliconised coal developed by her into jewellery. This was preceded by a comprehensive study of the material where the jewellery designer examined the joining of the raw material of coal with silicon, a technique which up to now has only been used in industry. The processing makes the coal robust and gives it an aesthetically interesting surface quality. The siliconisation provides the coal with a firm microstructure and the originally breakable and black rock is given the characteristics of a gemstone and can be worn.