Strick bietet unendliche künstlerische Möglichkeiten. Die endgültige Form eines Werkes wird durch seine Struktur, die Materialien, die Spannung und die Veredelungstechniken bestimmt. Schon eine kleine Veränderung schafft etwas Neues. In dieser Ausstellung arbeitet Minerva Skyttä mit Papiergarn, Baumwolle, Wolle, Perlen und Silberketten. Wolle verleiht den gestrickten Formen neue Flexibilität, während Perlen und Silberketten Teil des Strickwerks selbst werden.
Papiergarn spiegelt Skyttäs Heimatstadt Kouvola in Finnland wider, wo Papierfabriken und Industrie das Stadtbild geprägt haben. In Pforzheim wollte die Designerin mit Perlen und Silberketten arbeiten, da die Stadt auf eine tausendjährige Geschichte und eine lange Tradition in der Schmuckherstellung zurückblicken kann. Sie strickt den Schmuck direkt in die Kleidungsstücke ein, sodass er nicht nur Dekoration, sondern Teil der Struktur ist.
Die Formen entstehen intuitiv und sind auch von alltäglichen Beobachtungen in Pforzheim geprägt, darunter eine Vintage-Sportjacke, die sie auf einem lokalen Flohmarkt gefunden hat und deren Silhouette zum Ausgangspunkt für mehrere Stücke wurde.








