Termin verschoben, Datum wird noch angekündigt

Das dritte Geschlecht

Junge oder Mädchen? In Deutschland muss die Geburt eines Kindes, inklusive der Angabe des Geschlechts, innerhalb von einer Woche beim Standesamt angezeigt werden. Was aber, wenn keine dieser beiden Optionen zutrifft? Lange Zeit war ein binäres Geschlechterverständnis in unserer Gesellschaft vorherrschend, rechtlich und sozial existierten also nur die Geschlechter „männlich“ oder „weiblich“, was zur Folge hatte, dass Menschen mit anderen Geschlechteridentitäten aus der Gesellschaft ausgeschlossen waren. Seit Dezember 2018 können sich Menschen in Deutschland im Geburtenregister daher einem „dritten Geschlecht“ zuordnen und den Eintrag „divers“ auswählen.

Vorausgegangen war die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Oktober 2017, dass das Grundgesetz auch die geschlechtliche Identität von Personen schützt, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen, also intersexuell sind. In Deutschland geht man davon aus, dass dies auf etwa 0,2 % der Menschen zutrifft. Doch was bedeutet das eigentlich, für die Menschen und für unsere Gesellschaft? Wie wird geschlechtliche Zugehörigkeit definiert, und wie steht es um den Diskurs über nichtbinäre, trans- oder intersexuelle Identitäten?

Die Ausstellung „das dritte Geschlecht“ zeigt Kunst- und Designpositionen, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen und den Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt aus sozialer und gesellschaftlicher Sicht reflektieren.

Künstlerische Leitung: Janusz Czech, Tobias Ebel

Ort:                                                     

A.K.T;, Theaterstraße 21, 75175 Pforzheim