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Sheng-Hung Lee: Small things with big heart

Sheng-Hung Lee, geboren 1987 in Taiwan, ist Industriedesigner und Product Experience Designer, Maker bei der internationalen Designberatung IDEO und Professor am Shanghai Institute of Visual Arts der Fudan University. Sheng-Hung Lee schloss 2013 sein Studium an der National Cheng Kung University (NCKU), Taiwan, mit einem Doppelabschluss in Industriedesign und Elektrotechnik ab. Seine Arbeiten wurden mit renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter IDEA Gold, Braun-Preis und Core77 Designpreis, Red Dot (Best of the Best), Spark Design Award, Europäischer Produktdesignpreis (Gold) und iF Award. Sein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung des Einflusses von Design und Technologie auf die Gesellschaft.

shenghunglee.wixsite.com/design

„Small things with big heart“

Die Umgebung beobachten, auf die Bedürfnisse der Mitmenschen eingehen und daraus Objekte entwerfen, die direkt mit dem 3D-Drucker produziert werden können: Das ist das Ziel des taiwanesischen Industriedesigners Sheng-Hung Lee. Er möchte erforschen, wie die Menschen in seinem Umfeld leben, denken und handeln und dies in dreidimensionale Objekte übersetzen, die eine für den Nutzer sinnvolle Funktion erfüllen. Um diese Objekte für alle zugänglich zu machen, möchte er die Bauanleitungen im Anschluss als Open-Source-Dokumente zur Verfügung stellen. 

www.smallthingswithbigheart.com/moment


Ganit Goldstein: WEAREABLE

Ganit Goldstein, geboren 1992 in Israel, schloss 2018 ihr Mode- und Schmuckstudium an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf dem Einsatz von 3D-Druck zur Textilentwicklung für Mode und Schuhe ab. Während ihres Studiums absolvierte sie ein Auslandssemester an der Tokyo University of the Arts in Japan. Für ihr zweites Studienjahr erhielt Ganit Goldstein eine Auszeichnung, darüber hinaus nahm sie weltweit an verschiedenen Ausstellungen und Wettbewerben teil, darunter beispielsweise der New York Textile Month, die Hong Kong Fashion Week oder der Art of Fashion Competition des San Francisco Art Museum. Zuletzt wurde ihre Kollektion „Between the Layers“ bei der Sonderschau „Talente“ auf der Internationalen Handwerksmesse in München gezeigt. Ihr Interesse liegt dabei an der Schnittstelle zwischen Handwerk und Technologie, sie erforscht, wie 3D-Druck und -Scan in genutzt werden können, um neue Methoden für die Mode- und Schuhkonstruktion zu entwickeln.

ganitgoldstein.com/

„WEAREABLE“

Ganit Goldstein beschäftigt sich in ihren Kollektionen mit der Interaktion zwischen Körper, Kodierung und digitalen Medien. Sie erforscht, wie 3D-Druck tragbar eingesetzt werden kann, um passgenaue Kleidung herzustellen, ohne den Fokus auf die Tradition zu vernachlässigen. Während des Stipendiums möchte Ganit Goldstein ihre Forschungen vertiefen und eine Kollektion aus Kleidungsstücken und Schuhen entwerfen.


Dabin Lee: Hello murder!

Dabin Lee, geboren 1991 in Südkorea, lebt aktuell in Belgien, wo sie ihren Master in Schmuckdesign, Gold- und Silberschmiedekunst an der Royal Academy of Fine Arts, Antwerpen (SEIN) absolvierte. Ihre Arbeiten wurden beispielsweise bereits im CODA Museum und der Gallery Marzee in den Niederlanden, im Bejing World Art Museum in China und auf der Munich Jewelry Week gezeigt. 2015 erhielt sie den Legacy Award for Contemporary Jewelry, 2016 den Arts & Crafts Design Award in Zagreb (Kroatien). Dabin Lee bschäftigt sich mit sozialen Problemen und Alltagsfragen in unserer Gesellschaft. Ihre grellen, humorvollen und farbenfrohen Werke transportieren eine Botschaft und bringen den Betrachter dazu, ihre eigene Wahrnehmung und Meinung zu überdenken.

dabinlee.com/

„Hello murder!“

Für sie ist Schmuck mehr als tragbarer Luxus, er ist ein Medium für (politische) Statements. Mit großen, kraftvollen Objekten testet Dabin Lee die Grenzen zwischen Schmuck und Kunstobjekt und schreit dem Betrachter ihre Standpunkte entgegen. Hierzu schafft sie Objekte aus Metalldrähten mithilfe einer Technik aus der Teppichherstellung, dem „Tufting“. In ihrer letzten Kollektion prangerte sie etwa Tierversuche an. Während der dreimonatigen Stipendienzeit möchte sie sich darüber hinaus mit dem Wert von Besitztümern und mit Umweltverschmutzung durch gedankenlosen Umgang mit Produkten, von der Plastiktüte bis hin zu Kosmetikartikeln, beschäftigen.


Jury

Mirjam Hiller/ Schmuckdesignerin

Mirjam Hiller absolvierte eine Ausbildung an der Goldschmiedeschule Pforzheim. Anschließend studierte sie an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim und am Nova Scotia College of Art and Design in Halifax, Kanada. Seit 2008 betreibt sie ihre eigene Werkstatt. Ihre Arbeiten werden weltweit in renommierten Galerien gezeigt und sind Teil (privater und) musealer Sammlungen, z. B. im Schmuckmuseum Pforzheim, im CODA Museum in Apeldoorn oder im Los Angeles County Museum of Art. Darüber hinaus erhielt sie mehrere Auszeichnungen, unter anderem den inhorgenta europe Innovationspreis oder den Grassipreis der Galerie Slavik.

Tim Storti/ Geschäftsführer PEARL CREATIVE

Tim Storti, Dipl. Industriedesigner und Gründungspartner der Agentur PEARL CREATIVE, studierte Industrial Design an der Fachhochschule Pforzheim. Er arbeitete zunächst als Produktdesigner bei Phoenix Design in Stuttgart. 2000 gründete er gemeinsam mit Christian Rummel PEARL CREATIVE, eine Agentur für Strategie, Innovation und Markendesign dessen Geschäftsführer und Kreativdirektor er ist. Mit seinem 12-köpfigen Team entwickelt PEARL CREATIVE Zukunftskonzepte und Produkte für namhafte Markenhersteller wie ALFI, BLANCO, BRITA, BOSCH, KÄRCHER, SIEMENS und WMF. Das Studio wurde für seine Arbeit mit über 70 internationalen Designpreisen ausgezeichnet.

Bettina Weiss/ Senior Designer bei adidas

Bettina Weiss studierte nach einer Ausbildung zur Schneiderin und einer Tätigkeit im Theater Modedesign an der Hochschule Pforzheim. Während des Studiums arbeitete sie als Technical & Color Designer für adidas Stella Mc Cartney, anschließend war sie für adidas Sport Performance Design tätig. Aktuell ist Bettina Weiss Senior Designer bei adidas Heartbeat Sports/Specialist Sports. Seit 2016 ist sie zudem Lehrbeauftragte für Sport- und Freizeitbekleidung an der Hochschule Pforzheim.