Die momentanen Einschränkungen im öffentlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben stellen alle Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Nachfolgend findest Du eine Auswahl an Informationen zu Hilfestellungen, die gerade für Selbständige und Unternehmen der Kreativwirtschaft wichtig sind.
Für eine detailliertere Übersicht empfehlen wir die Internetseite der MFG Baden-Württemberg, die laufend mit allen relevanten Informationen aktualisiert wird und aus der auch große Teile der hier aufgelisteten Informationen entnommen sind.

 

November-Hilfen: Überblick über alle finanziellen Mittel des Bundes
Antragsberechtigt sind Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen erfasst sind und die aufgrund der Beschlüsse zum „Lockdown Light“ von Bund und Ländern ihren Geschäftsbetrieb einstellen mussten, sowie Unternehmen, die indirekt stark betroffen sind.

Neuerungen zu vorherigen finanziellen Zuschüssen, Antragsstellungen:
Soloselbständige (bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro) sollen direkt antragsberechtigt sein, also ohne die Einschaltung von Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigten Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen.

 

Einen Überblick für kleine Unternehmen und Selbstständige, die richtigen Hilfen in der Corona-Krise zu finden, bietet die Online-Plattform #DurchblickMacher.
Hier der Link zur Übersicht der Fördermittel: www.durchblick-macher.de

Auch die Wirtschaftsregion Nordschwarzwald hat eine Übersicht der finanziellen Fördermittel für Unternehmen erstellt.

 

Unterstützung auf Landesebene:

Soforthilfeprogramm:
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen aufgelegt, in das die Soforthilfe des Bundes am 9.4.2020 integriert wurde. Die Antragsfrist für die Soforthilfe Corona des Landes Baden-Württemberg endete zum 31. Mai 2020. Eine Antragstellung ist aktuell nicht mehr möglich.

Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber*innen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben.
Weitere Informationen zu den Corona-Hilfen der GVL findet Ihr hier.

 

Überbrückungshilfe Corona:
Die Überbrückungshilfe Corona ist das Nachfolgeprogramm der Soforthilfe und ein Programm des Bundes, das um einen fiktiven Unternehmerlohn aus Landesmitteln ergänzt wird.
Genauere Informationen findet Ihr weiter unten auf der Seite bei ,,Unterstützung auf Bundesebene“.

 

Tilgungszuschuss Corona:
Selbständige und Unternehmen der Veranstaltungs- und Event-Branche können ab dem 24.9.2020 den Tilgungszuschuss Corona beantragen. Mit dem Tilgungszuschuss wird einmalig die Hälfte der Jahrestilgungsrate 2020 des antragstellenden Unternehmens mit einem Satz von 80 Prozent (das heißt: 40 Prozent der Jahrestilgungsrate) gefördert. Der Tilgungszuschuss ist kumulierbar mit der Überbrückungshilfe des Bundes und dem fiktiven Unternehmerlohn. Anträge können ab sofort bis zum 20. November 2020 bei den Industrie- und Handelskammern gestellt werden. Diese übernehmen die Vorprüfung der Anträge auf Vollständigkeit und Plausibilität. Die Bewilligung und Auszahlung der Förderung erfolgt dann durch die L-Bank.

 

Krisenberatung Corona:
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat zudem eine Krisenberatung Corona als Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe in Baden-Württemberg gestartet. Ziel der kostenfreien Krisenberatung Corona ist es, die unternehmerische Lage zu bewerten, Möglichkeiten der Liquiditätssicherung zu prüfen und eine Strategie zur Krisenüberwindung zu entwickeln. Die Unternehmen könnten bis zu vier Beratungstage kostenfrei in Anspruch nehmen.

 

Digitalisierungsprämie Plus:
Mit der Digitalisierungsprämie Plus werden konkrete Projekte zur Einführung neuer digitaler Lösungen sowie zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen gefördert (z.B. Einführung von 3D-Druck, Integration von CRM- und ERP-Lösungen, Implementierung von IT-Sicherheitskonzepten). Unterstützt werden Vorhaben mit einem Kostenvolumen zwischen 10.000 Euro und 200.000 Euro. Die Digitalisierungsprämie Plus steht entweder als Zuschuss (ohne Darlehen) oder als Tilgungszuschuss in Kombination mit einem Förderdarlehen der L-Bank zur Verfügung. Anträge für die „Digitalisierungsprämie Plus“ in der Darlehensvariante können von den antragsberechtigten Unternehmen über ihre Hausbank bei der L-Bank eingereicht werden. Anträge für die Zuschussvariante können direkt bei der L-Bank gestellt werden. Weitere Informationen sind unter folgenden Links zu finden: www.l-bank.de/digiplus-darlehen bzw. www.l-bank.de/digiplus-zuschuss

 

BW Pro-tect:
Die Frühphasenförderung Start-up BW Pre-Seed wurde wegen der Corona-Krise zu dem Programm BW Pro-tect ausgeweitet: Auch Start-ups, die schon die so genannte Pre-Seed-Phase hinter sich haben, aber aufgrund der Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, erhalten Unterstützung in Form eines rückzahlbaren Zuschusses in Höhe von 200.000 Euro. Voraussetzung ist, dass sie nicht älter als fünf Jahre sind.

 

Sofortbürgschaften:
Gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg stellt das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit. Das Land ergänzt so den KfW-Schnellkredit des Bundes, der nur Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung steht. Ab 15. Juli können Unternehmen die Bürgschaften beantragen. Unternehmen können die Sofortbürgschaft auf zwei Wegen beantragen. Über das Portal www.ermoeglicher.de können Sie bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. Daneben ist der Antragsweg über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro.

 

Corona-Hotline des Wirtschaftsministeriums:
Unternehmen, die Fragen zur Geschäftsöffnung und Hilfsangeboten haben, können sich an die Corona-Hotline des Landes Baden-Württemberg wenden. Hier der Link zur Hotline.

 

Zinslose Stundung von Mieten:
Das Land Baden-Württemberg stundet Mieten und Pachten für landeseigene Liegenschaften zinslos, wenn Unternehmen durch die Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten.

Eine weitere Übersicht über Wirtschaftsförderung für Kreativschaffende des Landes BW, findet Ihr hier

 

Unterstützung auf Bundesebene:

Bundestag und Bundesrat haben am 29.6.2020 ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro beschlossen. Bestandteile des Pakets sind u.a. das Programm NEUSTART KULTUR zur Milderung der Auswirkungen der Corona- Pandemie im Kulturbereich sowie branchenübergreifende Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt rückgängig sind.

 

Überbrückungshilfe Corona:
Die Überbrückungshilfe Corona ist das Nachfolgeprogramm der Soforthilfe und ein Programm des Bundes, das um einen fiktiven Unternehmerlohn aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg ergänzt wird. Die Höhe des Unternehmerlohns und der Überbrückungshilfe richtet sich dabei nach den Umsatzeinbrüchen. Antragsberechtigt sind Solo-Selbständige, Angehörige der Freien Berufe, Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, die ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona- Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Die Antragstellung ist nur über Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen und Rechtsanwälte in einem digitalisierten Verfahren  auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de möglich. Der fiktive Unternehmerlohn kann ebenfalls über die Antragsplattform des Bundes und über die genannten Berufsstände beantragt werden.
Das Programm bezog sich zunächst auf die Monate Juni bis August 2020. Anträge für diese erste Phase der Überbrückungshilfe mussten spätestens bis zum 30.9.2020 gestellt werden. Mittlerweile wurde eine Verlängerung der Überbrückungshilfe für die Fördermonate September bis Dezember 2020 beschlossen. Auch der fiktive Unternehmerlohn wurde seitens des Landes Baden-Württemberg verlängert. Den Link für weitere Informationen und für die Antragsstellung findet Ihr hier  und auch die FAQs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sind empfehlenswert.

 

NEUSTART KULTUR:
Das Programm NEUSTART KULTUR ist ein milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm der Bundesregierung für den Kultur- und Medienbereich. Es sieht eine Vielzahl an Förderprogramme für Solo-Selbständige, Unternehmen und Einrichtungen der Kultur- und Kreativwirtschaft vor. Die Förderungen haben unterschiedliche Ausrichtungen und Deadlines. Oftmals werden die Fördergelder in mehreren Runden vergeben. Es lohnt sich, die für Euch relevanten Programme zu beobachten und neue Förderungen sowie -runden zu prüfen. Verschiedene Fördereinrichtungen und Verbände übernehmen dabei die Koordination der Förderung. Eine gute Übersicht über alle Förderprogramme (unterteilt nach Branchen) findet Ihr auf der Seite der Staatsministerin für Kultur und Medien. Weitere Informationen und einen Überblick über einige Förderungen findet Ihr hier

 

KfW-Schnellkredit 2020:
Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen KfW-Schnellkredit 2020 für Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten eingeführt, der bis zum 31.12.2020 beantragt werden kann. Das Kreditvolumen pro Unternehmen umfasst bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019. Die Hausbank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW. Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden. Das Bundewirtschaftsministerium verweist zudem auf die weiteren Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

 

Unterstützungspaket für Start-Ups und kleine mittelständische Unternehmen mit zukunftsweisenden Geschäftsmodellen:
Die Bundesregierung hat ein finanzielles Unterstützungspaket speziell für Start-Ups und kleine mittelständische Unternehmen mit zukunftsweisenden Geschäftsmodellen beschlossen. Das Paket besteht aus zwei Säulen. Auf der einen Seite werden Wagniskapitalfonds über die neue Corona Matching Fazilität Start-ups und KMUs zur Verfügung gestellt. So können die bestehenden Kooperationen mit öffentlichen Partnern genutzt werden, um die öffentlichen Mittel den Start-ups schnell zu Verfügung zu stellen. Auf der anderen Seite sollen Start-Ups und KMUs, die keinen Zugang über die Corona Matching Fazilität haben, weitere Wege zur Sicherstellung ihrer Finanzierung zur Verfügung gestellt werden. Dies soll in Zusammenarbeit mit den Landesgesellschaften passieren. Start-ups haben darüber hinaus nach wie vor Zugang zu allen anderen Unterstützungsmaßnahmen auf Bundesebene.

 

Gutscheinlösung für Pandemie-bedingte abgesagte Veranstaltungen:
Die Bundesregierung hat eine Gutscheinlösung für Pandemie-bedingte Absagen von Veranstaltungen beschlossen. Veranstalter*innen dürfen den Käufer*innen von Tickets, welche vor dem 8. März gekauft wurden, nun anstelle einer Erstattung einen Gutschein aushändigen. Wird dieser Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss der Wert des Tickets seitens der Veranstalter*innen in voller Höhe erstattet werden.

 

Steuerzahlungen:
Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommens-, Umsatz- und Körperschaftsteuer abgesenkt werden. Steuerzahlungen lassen sich damit besser stunden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona – Auswirkungen verzichtet. Die Finanzämter Baden-Württemberg haben am 19. März 2020 ein vereinfachtes Antragsformular für Stundungen bzw. Anpassungen von Vorauszahlungen zur Verfügung gestellt.

Das Antragsverfahren findet Ihr hier, Unternehmen können sich damit direkt an das für sie zuständige Finanzamt wenden.

Erstattungen von Steuerzahlungen: Die Bundesregierung hat am 23.04.2020 beschlossen, dass sich kleine Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie mit Verlusten rechnen, Steuervorauszahlungen für 2020 und bereits gezahlte Steuern für 2019 zurückerstatten lassen können.

 

Kurzarbeitergeld:
Unternehmen mit mindestens einem*r Mitarbeiter*in können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber*innen können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter*innen zu halten. Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte.
Unternehmen müssen im Bedarfsfall zunächst Kurzarbeit anzeigen, bevor sie sie beantragen. Dies geschieht bei der zuständigen Agentur für Arbeit oder online über das Online-Portal „meine eServices“, wenn das Unternehmen bereits einen Account für das Portal hat.

Neuerung vom 15.5.2020: Das Kurzarbeitergeld wird ab dem 4. Monat für jene erhöht werden, deren reguläre Arbeitszeit um mindestens 50 Prozent der regulären Arbeitszeit entfällt. Die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Kurzarbeiter*innen werden außerdem ausgeweitet. Sie können ab 1. Mai in allen Berufen bis zu ihrer früheren Nettoverdienst-Grenze hinzuverdienen.

Neuerung vom 16.9.2020: Das Bundeskabinett hat die Verlängerung des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld bis Ende 2021 beschlossen.

Weitere Informationen zu den Änderungen im Sozialschutz-Paket II gibt die Bundesregierung.
Informationen über die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld und Videoanleitungen gibt die Webseite der Bundesagentur für Arbeit.

 

Grundsicherung:
Arbeitslosengeld 2 und die Übernahme der Mietkosten (Nettomiete, Nebenkosten, Heizkosten) können Kreativschaffende über das Jobcenter beantragen. Der Antrag auf Grundsicherung kann inzwischen formlos telefonisch, per E-Mail oder per (Haus-) Post beim zuständigen Jobcenter gestellt werden. Antragsvordrucke sind online verfügbar.
Die Agentur für Arbeit bietet ein gutes FAQ zur Grundsicherung.

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es einen vereinfachten Zugang und Antrag zur Grundsicherung. Im Bewilligungszeitraum vom 01.03.2020 bis 31.12.2020 wird bei der Beantragung der Grundsicherung vorübergehend die Vermögensprüfung ausgesetzt sowie tatsächliche Kosten für Unterkunft und Heizung voll übernommen. Dabei gibt es Ausnahmen, auf die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hier eingeht.

Für Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung versichert sind, hat die Bundesagentur für Arbeit die Regeln gelockert: Wenn Selbständige aufgrund der Corona-Krise ihre monatlichen Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung nicht leisten können, endet ihre freiwillige Versicherung derzeit nicht automatisch. In diesem Fall gilt aktuell ein Zahlungsaufschub bis zum Juli 2021.

 

 

Insolvenz:
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat eine gesetzliche Änderung zur Insolvenzantragspflicht vorgenommen: Die Insolvenzantragspflicht wurde für Unternehmen bis zum 31.12.2020 ausgesetzt. Dies gilt für Unternehmen, die pandemiebedingt überschuldet, aber nicht zahlungsfähig sind.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz

 

 

Hilfen für Künstler und Kreative:
Die Corona-Pandemie hat verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Vor allem viele kleine Kultureinrichtungen stehen am finanziellen Abgrund. Für Künstlerinnen und Künstler geht es um die Existenz. Die Bundesregierung hilft mit Unterstützung in Milliardenhöhe und weiteren Förderleistungen. Die Maßnahmen und finanziellen Hilfen findet Ihr hier.

Zudem hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) es Kulturinstitutionen ermöglicht, freischaffenden Kreativen Ausfallhonorare für Engagements zu zahlen, die wegen der Corona-Krise abgesagt wurden. Die Regelung gilt nur für Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden.
Weitere Informationen zu Aufträgen, der Rechtslage und strategische Tipps findet Ihr in FAQs der MFG.

 

Unternehmensberatung/ „Förderung unternehmerischen Know-hows“:
Ab sofort gibt es für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Freiberufler die Möglichkeit  einen Antrag beim BAFA für Beratungen zu stellen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro gefördert werden.
Die „Förderung unternehmerischen Know-hows“ richtet sich an

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Information: Aufgrund der großen Nachfrage sind die für dieses spezielle Fördermodul vorgesehenen Mittel bereits ausgeschöpft, es können auch keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Förderung aus dem Corona-Sondermodul wurde deshalb vorzeitig eingestellt. Daher können vorerst nur Anträge bewilligt und die Förderung an den Berater ausgezahlt werden, die bereits eine Inaussichtstellung erhalten haben. Die Voraussetzungen hierfür sind außerdem, dass Sie einen förderfähigen Verwendungsnachweis eingereicht haben und ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.
Wenn Ihr noch keine Inaussichtsstellung erhalten habt, werdet Ihr ggf. in den kommenden Monaten in einem Nachrückverfahren berücksichtigt. Auch in diesem Fall gilt, dass ausreichend Haushaltsmittel vorhanden sein müssen.
Zu weiteren Informationen und Antragsstellung

 

Kostenfreie „Krisenberatung Corona“ des Landes beim RKW BW:

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat das Landesprogramm Krisenberatung Corona aufgelegt. Dieses startet am 11. Mai. „Unsere Krisenberatung soll dazu beitragen, Unternehmen und Arbeitsplätze erhalten zu können“, erklärt die Ministerin. Das RKW BW als Beratungspartner des Landes für Industrie und Dienstleistung ist einer der vier Träger des Landesprogrammes, in dessen Rahmen kostenlose Beratungen für kleine und mittelständische Unternehmen möglich sind.
Das RKW BW verfügt über erfahrene Restrukturierungs- und Sanierungsberater und unterstützt Unternehmen in Krisensituationen – und speziell auch vom Coronavirus betroffene Unternehmen. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Corona-Virus leiden. Die Unternehmen und Freiberufler müssen wie auch in der weiterhin gültigen Rahmenrichtlinie bestimmt, die Bedingungen der KMU- sowie die der De-minimis-Regelung erfüllen.
Gefördert werden eigenständige Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro bzw. mit einer Vorjahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro.
Hier geht es zum Antrag, den Antrag bitte an beratung@rkw-bw.de schicken

 

Hilfen für Familien

Notfall-KiZ (Kinderzuschlag):
Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen eine Unterstützung in Höhe von maximal 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld.
Im Rahmen der Corona-Krise wird der Kinderzuschlag nun zu einem „Notfall-KiZ“ angepasst, der Familien hilft, die nun nur noch ein kleines Einkommen erzielen. Folgende Regelungen werden getroffen:

  • Bei Anträgen auf Kinderzuschlag, die zwischen dem 01.04.2020 und dem 30.09.2020 gestellt werden, wird das Einkommen der Eltern nicht anhand der letzten sechs Monate, sondern nur anhand des letzten Monats vor Antragstellung geprüft (z.B. Antragstellung April=Einkommen aus März relevant etc.). So kann besser auf kurzfristige Einkommenseinbußen reagiert werden.
  • Außerdem müssen Eltern keine Angaben mehr zum Vermögen machen, wenn sie kein erhebliches Vermögen haben. Die Regelung erleichtert die Beantragung. Der Kinderzuschlag kann dadurch höher ausfallen.
  • Aber es bleibt dabei, dass nur Familien mit kleinen Einkommen den KiZ bekommen können. An den Einkommensbereichen ändert sich nichts.

Hier geht es zur Beantragung des Notfall-KiZ

 

Lohnersatz wegen Kita- und Schulschließung:
Arbeitnehmer, die wegen der geschlossenen Kitas und Schulen nicht zur Arbeit können und einen Verdienstausfall haben, weil sie ihr Kind betreuen müssen, können eine Entschädigung bekommen. Möglich ist eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro) für bis zu sechs Wochen . Die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber.
Voraussetzungen:

  • Erwerbstätigkeit
  • Sorgerecht über das Kind
  • das Kind ist unter 12 Jahre alt oder
  • wegen einer Behinderung auf Hilfe angewiesen.
  • Es gibt keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit (muss auf Verlangen auch gegenüber dem Arbeitgeber dargelegt werden).

Eine gute Übersicht über Hilfen für Familien findest du hier

 

Corona Härtefallfonds Pforzheim:
Die Stadt Pforzheim und deren Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) bieten mit einem neu eingerichteten Härtefallfonds finanzielle Soforthilfe.
Gegenstand der Förderung ist ein einmaliges, zinsloses Darlehen in Höhe von einheitlich 5.000,00 €, das ausschließlich für Soloselbständige, inhabergeführte Kleinstunternehmen und Vereine gewährt wird, die unmittelbar infolge der durch das Coronavirus ausgelösten Corona-Pandemie in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage oder in massive Liquiditätsengpässe geraten sind und die ihren beruflichen Sitz oder Vereinssitz in Pforzheim haben

 

Telefonische Beratung
MFG Baden-Württemberg:
Für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus steht Stephanie Hock von der MFG Baden-Württemberg bis auf Weiteres Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 16 Uhr Kreativen unter der Telefonnummer 0711 / 90715-346 oder per Mail unter hock@mfg.de zu Verfügung.

Agentur für Arbeit:
Servicehotline für Arbeitgeber der Agentur für Arbeit lautet 0800 45555 20.

IHK Nordschwarzwald:
Die IHK Nordschwarzwald hat eine eigene IHK-Corona-Hotline geschaltet: 07231 201-366.

Corona-Hotline der Stadt Pforzheim:
Die Stadt Pforzheim hat jetzt für Unternehmen aller Wirtschaftsbranchen eine Corona-Hotline eingerichtet: 07231 39-3701
Mo. bis Do. von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 16:00 sowie Fr. von 08:30 bis 12:30 Uhr
oder per Mail an corona(at)ws-pforzheim.de