Die momentanen Einschränkungen im öffentlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben stellen alle Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Nachfolgend findest du eine Auswahl Informationen zu Hilfestellungen, die gerade für Selbständige und Unternehmen der Kreativwirtschaft wichtig sind.
Für eine detailliertere Übersicht empfehlen wir die Internetseite der MFG Baden-Württemberg, die laufend mit allen relevanten Informationen aktualisiert wird und aus der auch große Teile der hier aufgelisteten Informationen entnommen sind.

Übersicht über Wirtschaftsförderung für Kreativschaffende des Landes BW, findet ihr hier

 

NEUSTART KULTUR ist ein milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm der Bundesregierung für den Kultur- und Medienbereich

Weitere Informationen und eine Übersicht über verschiedene Fonds findet ihr hier

 

 

Soforthilfen

Land Baden-Württemberg

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen aufgelegt. Unternehmen und Selbständige, die infolge der Corona-Pandemie massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30.000 Euro unterstützt. Die Antragsfrist für die Soforthilfe Corona des Landes Baden-Württemberg endete zum 31. Mai 2020. Eine Antragstellung ist aktuell nicht mehr möglich.

„Überbrückungshilfe Corona“

Nachfolgeprogramm ist die Überbrückungshilfe Corona. Das Bundesprogramm wird durch das Land um einen fiktiven Unternehmerlohn von monatlich 1.180 Euro ergänzt. Es hat eine Laufzeit von drei Monaten (Juni-August 2020).
Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, die ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona- Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sind ebenfalls antragsberechtigt. Eine wesentliche Einstellung der Geschäftstätigkeit in Folge der Corona- Krise liegt dann vor, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammen­genommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Die Zu­­schüsse sind zurückzuzahlen, sollte das Unternehmen nicht bis August 2020 fortgeführt werden.
Die Antragsstellung ist nur über Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder vereidigte Buchprüfer*innen in einem digitalisierten Verfahren möglich. Dafür können sich seit dem 08.07. Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder vereidigte Buchprüfer*innen, die für die Unternehmen die Anträge einreichen müssen, auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren.

Den Link zur Registrierung und Antragsstellung findet ihr auch hier
Wir empfehlen allen Interessierten die Informationen zur Überbrückungshilfe vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und die FAQs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu lesen.

„Kultur Sommer 2020“

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg plant mit dem Masterplan Kultur BW ein umfassendes Unterstützungsprogramm. Dazu zählt der „Kultur Sommer 2020“ mit dem es über 2 Mio. Euro zur Verfügung stellt, um das kulturelle Leben wiederzubeleben und kleine Veranstaltungen aller Sparten zu fördern.
Aktuell läuft das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“. Mit „Kunst trotz Abstand“ sollen neue Ansätze und Ideen für Kunst- und Kulturangebote trotz Abstand entstehen. Die Fördersumme liegt zwischen 10.000 Euro und 50.000 Euro, in Ausnahmen können Projekte mit bis zu 100.000 Euro gefördert werden. Die Antragsrunden enden jeweils am 9. August 2020, am 6. September 2020 und am 4. Oktober 2020. Das Programm richtet sich primär an Kultureinrichtungen und Vereine der Breitenkultur, die rechtlich eigenständig sind und gemeinnützige Ziele verfolgen. Allerdings sind auch GbRs und Einzelunternehmen antragsberechtigt. Wir empfehlen Selbständigen und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft sich proaktiv an Kultureinrichtungen (zum Beispiel Soziokulturelle Zentren, Theater, Orchester, Bands und Ensembles, Museen, Kinos etc.) zu wenden und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Kontext des Programms zu finden. Die Einrichtungen können Gagen für selbständige Kreative über das Impulsprogramm finanzieren.

Weitere Informationen hier
Zur Antragsstellung

Sofortbürgschaften

Gemeinam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg stellt das Wirtschaftsministerium Sofortbürgschaften für Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit. Damit dient das Angebot des Landes als Ergänzung zum KfW-Schnellkredit des Bundes, der sich nur an Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten wendet. Ab 15.07. können Unternehmen die Bürgschaften beantragen.
Unternehmen können die Sofortbürgschaft auf zwei Wegen beantragen.Über das Portal www.ermoeglicher.de können sie bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. Daneben ist der Antragsweg über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro.

Krisenberatung Corona

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat mit der Krisenberatung Corona eine weitere Unterstützungsmaßnahme für kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe in Baden-Württemberg gestartet, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Ziel der kostenlosen ‚Krisenberatung Corona‘ ist dabei die unternehmerische Lage zu bewerten, Möglichkeiten der Liquiditätssicherung zu prüfen und eine Strategie zur Krisenüberwindung zu entwickeln. Die Unternehmen könnten bis zu vier Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen.

Start-up BW Pro-Tect

Das Programm Start-up BW Pro-Tect ist die Ausweitung des Programms Start-upBW Pre-Seed für von der Krise betroffene Start-ups. Ziel des Förderprogramms ist es, kurzfristige Liquiditätsengpässe bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. Start-up BW Pro-Tect ermöglicht auch krisengeschüttelten Start-ups, die eine erste Finanzierungsrunde durch Start-up BW Pre-Seed bereits erfolgreich beendet haben, erneut den rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 200.000 Euro zu beantragen. Voraussetzung ist, dass die Gründung des Start-ups nicht länger als 5 Jahre zurückliegt.

Beteiligungsfonds

Das Land Baden-Württemberg plant einen Beteiligungsfonds mit dem Ziel das Eigenkapital kleiner und mittlerer Unternehmen zu stärken, um diese kreditwürdig zu machen, auch zukünftig deren Liquidität zu ermöglichen und deren Fortbestand somit über die Krise hinaus zu sichern. Der Fond richtet sich an baden-württembergische Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeiter*innen. Die Mindestbeteiligungshöhe pro Unternehmen wird 800.000 Euro betragen. Wann der Fonds umgesetzt wird, ist noch nicht klar.

Corona-Hotline

Unternehmen, die Fragen zur Geschäftsöffnung und Hilfsangeboten haben, können sich an die Corona-Hotline des Landes Baden-Württemberg wenden.

Hier geht es zur Hotline

Zinslose Stundung von Mieten

Das Land stundet Mieten und Pachten für landeseigene Liegenschaften zinslos, wenn Unternehmen durch die Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten.

Corona Härtefallfonds Pforzheim

Die Stadt Pforzheim und deren Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) bieten mit einem neu eingerichteten Härtefallfonds finanzielle Soforthilfe.
Gegenstand der Förderung ist ein einmaliges, zinsloses Darlehen in Höhe von einheitlich 5.000,00 €, das ausschließlich für Soloselbständige, inhabergeführte Kleinstunternehmen und Vereine gewährt wird, die unmittelbar infolge der durch das Coronavirus ausgelösten Corona-Pandemie in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage oder in massive Liquiditätsengpässe geraten sind und die ihren beruflichen Sitz oder Vereinssitz in Pforzheim haben.

Zu weiteren Informationen und Antragstellung

Verwertungsgesellschaften

  • Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber*innen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungs- und Produktionsabsagen Honorarausfälle erlitten haben. Betroffene wenden sich zur Beantragung direkt an die GVL. Des Weiteren unterstützt die GVL mit den jetzt beginnenden Vorauszahlungen an ihre Tonträgerhersteller ihre Berechtigten. Außerdem prüft die GVL aktuell weitere Maßnahmen.
  • Die GEMA hat am 20.3. ein Nothilfe-Programm für Mitglieder*innen für Komponist*innen, Textdichter*innen und Musikverleger*innen beschlossen, die wegen der Corona-Krise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Notlage geraten sind.
  • Wortautor*innen und Verleger*innen können eine Unterstützung durch den Sozialfonds der VG WORT erhalten.
  • Die Filmhersteller*innen können sich an den Förder- und Sozialfonds der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH richten.
  • Die VGF – Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken mbH bereitet aktuell eine Hauptausschüttung an die Wahrnehmungsberechtigten vor.
  • Die VG Bildkunst bringt in so viele Ausschüttungen wie möglich auf den Weg. Einmalige Sonderzahlungen über das Sozialwerk werden momentan geprüft.

Alle Links und Informationen findest du hier.

Agentur für Arbeit/Jobcenter

Kurzarbeitergeld

Unternehmen mit mindestens einem*r Mitarbeiter*in können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber*innen können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter*innen zu halten. Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte.

Unternehmen müssen im Bedarfsfall zunächst Kurzarbeit anzeigen, bevor sie sie beantragen. Dies geschieht bei der zuständigen Agentur für Arbeit oder online über das Online-Portal „meine eServices“, wenn das Unternehmen bereits einen Account für das Portal hat.

Neuerung vom 15.5.2020: Das Kurzarbeitergeld wird ab dem 4. Monat für jene erhöht werden, deren reguläre Arbeitszeit um mindestens 50 Prozent der regulären Arbeitszeit entfällt. Die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Kurzarbeiter*innen werden außerdem ausgeweitet. Sie können ab 1. Mai in allen Berufen bis zu ihrer früheren Nettoverdienst-Grenze hinzuverdienen. Weitere Informationen zu den Änderungen im Sozialschutz-Paket II gibt die Bundesregierung.

Informationen über die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld und Videoanleitungen gibt die Webseite der Bundesagentur für Arbeit.

Grundsicherung

Arbeitslosengeld 2 und die Übernahme der Mietkosten (Nettomiete, Nebenkosten, Heizkosten) können Kreativschaffende über das Jobcenter beantragen. Der Antrag auf Grundsicherung kann inzwischen formlos telefonisch, per E-Mail oder per (Haus-) Post beim zuständigen Jobcenter gestellt werden. Antragsvordrucke sind online verfügbar.
Die Agentur für Arbeit bietet ein gutes FAQ zur Grundsicherung.

Das neue beschlossene Sozialschutz-Paket der Bundesregierung sieht u.a. einen vereinfachten Zugang zur Grundsicherung vor. Im Bewilligungszeitraum vom 01.03.2020 bis 30.09.2020 wird bei der Beantragung der Grundsicherung für die ersten 6 Monate die Vermögensprüfung ausgesetzt sowie tatsächliche Wohungskosten voll übernommen.

Zu den Anträgen hier

Für Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung versichert sind, hat die Bundesagentur für Arbeit die Regeln gelockert: Selbstständige können die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung stunden. Selbstständige, die bereits innerhalb der letzten 12 Monate Arbeitslosengeld bezogen, und erneut Arbeitslosengeld beantragt haben, können sich danach erneut freiwillig versichern. Diese Ausnahme gilt bis zum 30. September 2020.

Insolvenz

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat eine gesetzliche Änderung zur Insolvenzantragspflicht vorgenommen: die Insolvenzantragspflicht wurde bis zum 30.09.2020 für Unternehmen ausgesetzt, um Unternehmen zu schützen, die aufgrund Corona in eine finanzielle Schieflage gekommen sind.

Weitere Informationen hier

Auf Bundesebene

Konjunktur-und Zukunftspaket

Bundestag und Bundesrat haben am 29.6.2020 ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro beschlossen. Bestandteile des Pakets sind u.a. das Programm NEUSTART KULTUR zur Milderung der Auswirkungen der Corona- Pandemie im Kulturbereich sowie branchenübergreifende Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt rückgängig sind.

Das Programm NEUSTART KULTUR sieht u.a. mehrere Förderprogramme für Kultur- und Kreativschaffende der Bildenden Kunst, Darstellenden Kunst, des Buch- und Musikmarktes, der Soziokultur und für Übersetzer*innen vor. Für die Förderprogramme sind die Bundeskulturfonds zuständig, manche Anträge sind bereits verfügbar. Eine Übersicht einiger, schon konkreter Förderungen findet Ihr hier (Stand: 31.7.2020). Weitere Informationen und Anträge zu Förderungen:

KfW-Schnellkredit 2020

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen KfW-Schnellkredit 2020 für Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten eingeführt, der bis zum 31.12.2020 beantragt werden kann. Das Kreditvolumen pro Unternehmen umfasst bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019. Die Hausbank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW. Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden. Das Bundewirtschaftsministerium verweist zudem auf die weiteren Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Hilfen für Künstler und Kreative

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat Maßnahmen zur Unterstützung von Künstler*innen und Kreativen umgesetzt, die in die Corona-Soforthilfe des Bundes, in das Sozialschutz-Paket (siehe Grundsicherung auf dieser Seite) und die Schutzmechanismen für Mieter*innen und Pächter*innen (siehe Miete auf dieser Seite) flossen. Zudem hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) es Kulturinstitutionen ermöglicht, freischaffenden Kreativen Ausfallhonorare für Engagements zu zahlen, die wegen der Corona-Krise abgesagt wurden. Die Regelung gilt nur für Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden.

Gutscheinlösung

Die Bundesregierung hat eine Gutscheinlösung für Pandemie-bedingte Absagen von Veranstaltungen beschlossen. Seit 20.05. dürfen Veranstalter*innen Käufer*innen von Tickets, die vor dem 08.03. gekauft wurden, Gutscheine übergeben, statt den Preis zu erstatten. Wird dieser Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss der Wert des Tickets seitens der Veranstalter*innen in voller Höhe erstattet werden.

Unternehmensberatung/ „Förderung unternehmerischen Know-hows

Ab sofort gibt es für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Freiberufler die Möglichkeit  einen Antrag beim BAFA für Beratungen zu stellen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro gefördert werden.

Die „Förderung unternehmerischen Know-hows“ richtet sich an

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Information: Aufgrund der großen Nachfrage sind die für dieses spezielle Fördermodul vorgesehenen Mittel bereits ausgeschöpft, es können auch keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Förderung aus dem Corona-Sondermodul wurde deshalb vorzeitig eingestellt. Daher können vorerst nur Anträge bewilligt und die Förderung an den Berater ausgezahlt werden, die bereits eine Inaussichtstellung erhalten haben. Die Voraussetzungen hierfür sind außerdem, dass Sie einen förderfähigen Verwendungsnachweis eingereicht haben und ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.
Wenn ihr noch keine Inaussichtsstellung erhalten habt, werdet ihr ggf. in den kommenden Monaten in einem Nachrückverfahren berücksichtigt. Auch in diesem Fall gilt, dass ausreichend Haushaltsmittel vorhanden sein müssen.

Zu weiteren Informationen und Antragsstellung

Start-Up Schutzschild

Die Bundesregierung hat ein finanzielles Unterstützungspaket speziell für Start-Ups und kleine mittelständische Unternehmen mit zukunftsweisenden Geschäftsmodellen beschlossen. Das Paket besteht aus zwei Säulen:

  • Über die sogenannte Corona-Matching-Fazilität werden Wagniskapitalfonds Start-ups und KMUs zur Verfügung gestellt. So können die bestehenden Kooperationen mit öffentlichen Partnern genutzt werden, um die öffentlichen Mittel den Start-ups schnell zu Verfügung zu stellen.
  • Start-ups und kleinen Mittelständlern, die keinen Zugang zur Corona-Matching-Fazilität haben, werden weitere Wege geöffnet. Dies soll in Zusammenarbeit mit den Landesgesellschaften passieren. Start-ups haben darüber hinaus nach wie vor Zugang zu allen anderen Unterstützungsmaßnahmen auf Bundesebene.

Weitere Informationen hier

Kostenfreie „Krisenberatung Corona“ des Landes beim RKW BW

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat das Landesprogramm Krisenberatung Corona aufgelegt. Dieses startet am 11. Mai. „Unsere Krisenberatung soll dazu beitragen, Unternehmen und Arbeitsplätze erhalten zu können“, erklärt die Ministerin. Das RKW BW als Beratungspartner des Landes für Industrie und Dienstleistung ist einer der vier Träger des Landesprogrammes, in dessen Rahmen kostenlose Beratungen für kleine und mittelständische Unternehmen möglich sind.

Das RKW BW verfügt über erfahrene Restrukturierungs- und Sanierungsberater und unterstützt Unternehmen in Krisensituationen – und speziell auch vom Coronavirus betroffene Unternehmen.Antragsberechtigt sind Unternehmen, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Corona-Virus leiden. Die Unternehmen und Freiberufler müssen wie auch in der weiterhin gültigen Rahmenrichtlinie bestimmt, die Bedingungen der KMU- sowie die der De-minimis-Regelung erfüllen.

Gefördert werden eigenständige Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro bzw. mit einer Vorjahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro.

Weitere Informationen hier

Hier geht es zum Antrag, den Antrag bitte an beratung@rkw-bw.de schicken

Hilfen für Familien

Notfall-KiZ (Kinderzuschlag)

Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen eine Unterstützung in Höhe von maximal 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld.

Im Rahmen der Corona-Krise wird der Kinderzuschlag nun zu einem „Notfall-KiZ“ angepasst, der Familien hilft, die nun nur noch ein kleines Einkommen erzielen. Folgende Regelungen werden getroffen:

  • Bei Anträgen auf Kinderzuschlag, die zwischen dem 01.04.2020 und dem 30.09.2020 gestellt werden, wird das Einkommen der Eltern nicht anhand der letzten sechs Monate, sondern nur anhand des letzten Monats vor Antragstellung geprüft (z.B. Antragstellung April=Einkommen aus März relevant etc.). So kann besser auf kurzfristige Einkommenseinbußen reagiert werden.
  • Außerdem müssen Eltern keine Angaben mehr zum Vermögen machen, wenn sie kein erhebliches Vermögen haben. Die Regelung erleichtert die Beantragung. Der Kinderzuschlag kann dadurch höher ausfallen.
  • Aber es bleibt dabei, dass nur Familien mit kleinen Einkommen den KiZ bekommen können. An den Einkommensbereichen ändert sich nichts.

Hier geht es zur Beantragung des Notfall-KiZ

Lohnersatz wegen Kita- und Schulschließung

Arbeitnehmer, die wegen der geschlossenen Kitas und Schulen nicht zur Arbeit können und einen Verdienstausfall haben, weil sie Ihr Kind betreuen müssen, können eine Entschädigung bekommen. Möglich ist eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro) für bis zu sechs Wochen . Die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber.

Voraussetzungen:

  • Erwerbstätigkeit
  • Sorgerecht über das Kind
  • das Kind ist unter 12 Jahre alt oder
  • wegen einer Behinderung auf Hilfe angewiesen.
  • Es gibt keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit (muss auf Verlangen auch gegenüber dem Arbeitgeber dargelegt werden).

Eine gute Übersicht über Hilfen für Familien findest du hier

Steuerzahlungen

Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommens-, Umsatz- und Körperschaftsteuer abgesenkt werden. Steuerzahlungen lassen sich damit besser stunden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona – Auswirkungen verzichtet. Die Finanzämter Baden-Württemberg haben am 19. März 2020 ein vereinfachtes Antragsformular für Stundungen bzw. Anpassungen von Vorauszahlungen zur Verfügung gestellt.
Das Antragsverfahren findet ihr hier                                                                                                          Unternehmen können sich damit direkt an das für sie zuständige Finanzamt wenden.

Erstattungen von Steuerzahlungen: Die Bundesregierung hat am 23.04.2020 beschlossen, dass sich kleine Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie mit Verlusten rechnen, Steuervorauszahlungen für 2020 und bereits gezahlte Steuern für 2019 zurückerstatten lassen können.

Telefonische Beratung

MFG Baden-Württemberg
Für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus steht Stephanie Hock von der MFG Baden-Württemberg bis auf Weiteres Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 16 Uhr Kreativen unter der Telefonnummer 0711 / 90715-346 oder per Mail unter hock@mfg.de zu Verfügung.

Corona-Hotline der Stadt Pforzheim:

Die Stadt Pforzheim hat jetzt für Unternehmen aller Wirtschaftsbranchen eine Corona-Hotline eingerichtet: 07231 39-3701
Mo. bis Do. von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 16:00 sowie Fr. von 08:30 bis 12:30 Uhr
oder per Mail an corona(at)ws-pforzheim.de

Unternehmensbefragungen

Auswirkungen des Coronavirus Kultur- und Kreativwirtschaft von Kreatives Sachsen

Unternehmensbefragung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie des Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim